• Nepal
  • 17 Juni, 2020

Ein Wochenende im Barauli Community Homestay

Ein Wochenende im Barauli Community Homestay
Tharu styled huts in Barauli Community Homestay. Photo: Tashi Sherpa

Als auswärtiger Reisender in Nepal ist es sehr einfach, nepalesische Männer zu treffen und mit ihnen zu sprechen. Die meisten Führer sind Männer, Männer sind die Kontaktpersonen in den meisten Reiseagenturen, und obwohl viele Frauen in Geschäften und Restaurants in Kathmandu beschäftigt sind, arbeiten im Tourismus- und Dienstleistungssektor in Nepal vor allem Männer. Daher war es besonders schön, Zeit mit einheimischen Tharu-Frauen im Barauli Community Homestay in Chitwan zu verbringen.

Dieser Homestay – der eigentlich eher ein Dorf ist, da Gäste ihre eigenen kleinen Häuschen auf dem Gelände des Dorfes haben und die meisten Mahlzeiten in einem Speisesaal zu sich nehmen – wurde schon früh im Jahr 2015 gegründet. Die Absicht dahinter ist es, Einkommen für die lokalen Frauen zu generieren. Diese arbeiten als Kellnerinnen und Köchinnen, halten Kochkurse in ihren eigenen Küchen ab und fungieren als lokale Führer, indem sie Besucher auf Touren durch das Dorf zu Fuß und auf dem Fahrrad begleiten.

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Local Tharu women of Barauli Community Homestay. Photo; Sudan Budhathoki

Die junge Jeevan Kumari war eine Kombination aus all diesen Bereichen und eine sehr gute Gastgeberin während meines zweitägigen Besuchs in Barauli. Obwohl sie in dieser ländlichen Gemeinde in Chitwan geboren und aufgewachsen ist, ist ihr Englisch sehr gut. Als ich nach den Gründen dafür fragte, war ihre Antwort: „Dies habe ich meinem Vater zu verdanken. Er arbeitete in den USA und hat mit mir Englisch gesprochen, seitdem ich jung war.“

In der Gemeinde Barauli gibt es einige Hotels und Lodges. Trotzdem ist es ein viel ruhigerer und lokalerer Ort, der noch nicht von den Besuchermassen ruiniert ist, die es zum Beispiel in Sauraha gibt. Während der geführten abendlichen Radtouren um das Dorf herum, trifft man kaum andere Touristen. Es geht entlang von dynamischen Reisfeldern, makellosen Lehmhäusern mit gigantischen Heuhaufen davor und herunter zum Ufer des Narayani Flusses, wo man einen blut-roten Sonnenuntergang bewundern kann. Diese Radtour war ein Highlight meiner Zeit in Barauli, da ich das Tharu Dorfleben von Nahmen erleben konnte.

Barauli community homestay

One horn Rhino in Chitwan National Park. Photo: Elen Turner

Das zweite Highlight war die Sichtung von neun Nashörnern auf meiner Jeep Safari durch den Chitwan Nationalpark. Mit ungefähr 600 Exemplaren der gigantischen Tiere im Park ist es nicht garantiert, dass man sie sehen kann. Jeevan beruhigte mich, dass ein Elektrozaun die Nashörner davon abhält, den Park zu verlassen und in den Dörfern zu randalieren, wie es in der Vergangenheit passierte. Sie können zuversichtlich sein, dass ein Aufenthalt im Barauli Community Homestay friedlich und entspannend sein wird und dass das größte Tier, das Sie hier antreffen werden, eine Kuh sein wird.

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